Die Akupressur ist eine manuelle Heilmethode aus der japanischen und der traditionellen chinesischen Medizin (TCM). Wie bei der Akupunktur, als deren Vorläufer die Akupressur gilt, werden die ca. 20 Meridiane (Kanäle) in denen die Lebensenergie fließt bzw. bestimmte Energiepunkte (Tsubo) auf diesen Meridianen mit Fingerdruck massiert.
Diese Energiepunkte können von der schmerzenden Stelle weit entfernt sein. Das Massieren der entsprechenden Stelle schafft eine Verbindung zu den inneren Organen. Die einfachste Form der Stimulation ist das Drücken, aber auch Kneten, Reiben und Klopfen sind möglich. Dies kann mit den Fingern, Fingernägeln, Handkanten bzw. -ballen oder Knöcheln geschehen. Während der Behandlung sollte der Körper eine möglichst entspannte Haltung einnehmen, die Atmung tief und konzentriert sein. Es ist vorteilhaft, die Behandlung mental zu unterstützen, zum Beispiel durch die Konzentration auf das Abklingen des Schmerzes.
Wenn die Organe selbst geschädigt sind, kann Akupressur nicht helfen. Ebenso wenig bei geschädigten Knochen oder Muskeln. Vorsicht ist insbesondere bei schweren Herz- Kreislaufstörungen sowie bei Schwangerschaft geboten.
Da es sehr wichtig ist, zu wissen, wo genau die entsprechenden Punkte liegen, ist es ratsam, für die Behandlung einen Fachmann aufzusuchen. Akupressur wird von speziell ausgebildeten Ärzten, Heilpraktikern oder Therapeuten ausgebildet. Die westliche Schulmedizin bestreitet die Existenz der Energiekanäle, da sie sich nicht nachweisen lassen.