Ziel der medizinischen Rehabilitation ist es, körperliche und psychische Gesundheitsschäden zu beheben, um die Betroffenen anschließend wieder in ihren Berufsalltag bzw. ihr soziales Leben einzugliedern. Dabei kann es sich um die Wiederherstellung von Organfunktionen ebenso handeln wie um psychotherapeutische Maßnahmen.
Häufig werden Patienten im Anschluss an einen Krankenhausaufenthalt zur so genannten Anschlussbehandlung an eine Reha-Klinik überwiesen. Dort steht Ihnen in der Regel ein qualifizierter Reha-Berater zur Seite, der ihnen hilft, die für die Heilung der individuellen Krankheit geeigneten Maßnahmen zu ergreifen.
Die häufigsten Indikatoren für eine Reha-Behandlung sind Herzinfarkt, Schädel-Hirntrauma, Verletzungen der Wirbelsäule, Polytraumata (komplexe Verletzungen mehrere Körperteile bzw. Organe), Krebserkrankungen sowie psychiatrische Erkrankungen wie Magersucht oder Depressionen.
Bei der Rehabilitation unterscheidet man zwischen mehreren „Phasenmodellen”: die Akutbehandlung, die Frührehabilitation, die weiterführende Rehabilitation, eine Anschlussheilbehandlung, Nachsorge und berufliche Reha sowie die aktivierende (Langzeit-)Behandlungspflege.
Neben Fachärzten, Krankenpflegern und Psychotherapeuten arbeiten in Reha-Kliniken zum Beispiel auch Logopäden, Ergotherapeuten, Diätassistenten, Masseure, Neuropsychologen oder Sozialpädagogen. All diese Menschen kümmern sich ständig darum, die Gesundheit ihrer Patienten zu fördern.
Die Reha muss der Patient beim jeweiligen Rehabilitationsträger (meist die Kranken- oder Rentenversicherung) schriftlich beantragen. Die Klinik kann er dabei in der Regel selbst auswählen.