22 Millionen Menschen klagen in Deutschland über wiederkehrende Rückenschmerzen. Die Krankengymnastik oder Physiotherapie ist ein natürliches Heilverfahren, mit dem diese und ähnliche Beschwerden bzw. körperliche Funktionsstörungen gezielt behandelt werden. Sie kann auch zur Prävention von Krankheiten eingesetzt werden. Kennzeichen der Krankengymnastik ist es, dass sie die Anpassungsmechanismen des Körpers auf natürliche Weise nutzt. Physiotherapie oder Krankengymnastik werden in der Regel ärztlich verordnet. Der Therapeut erarbeitet dann auf Grundlage der individuellen Konstitution des Patienten einen Therapieplan.
Ziel der Krankengymnastik kann die Linderung von Schmerz ebenso sein wie die Verbesserung der Beweglichkeit bzw. Koordination. Auch die Förderung von Stoffwechsel und Durchblutung, sowie von Kraft und Ausdauer können Ziele dieser Therapieform sein. In den meisten Fällen werden Wirbelsäule und Gelenke behandelt. Darüber kommen physiotherapeutische Maßnahmen auch bei Knochenbrüchen, Muskelrissen oder Herz- Kreislauf-Erkrankungen zum Einsatz. In selteneren Fällen bezieht sich die Behandlung auf Nierenerkrankungen, Erkrankungen der Atmungsorgane oder Harn- und Geschlechtsorgane. Einige chronische Erkrankungen erfordern sogar eine lebensbegleitende Therapie. In diesen Fällen wird von den Experten auch gerne Hilfe zur Selbsthilfe vermittelt.
Krankheiten, die mit Hilfe der Krankengymnastik behandelt werden, sind häufig Folgen von Bewegungsmangel. Dass Sport eine der effektivsten Möglichkeiten ist, um Bewegungsmangel vorzubeugen, ist längst wissenschaftlich bewiesen. Doch andererseits können gerade auch Sportverletzungen dazu führen, dass Krankengymnastik zum Einsatz kommt.
Auf ein gesundes Maß an sportlicher Betätigung sollten Sie dennoch nicht verzichten. Wichtig ist, dass sie dabei stets die Zeichen Ihres Körpers wahrnehmen, um sich vor Überlastung (z.B. der Gelenke oder der Wirbelsäule) zu schützen.