Das so genannte Schwitzbad ist vor allem in nördlichen Gefilden eine beliebte Anwendung für körperliches Wohlbefinden und Gesundheit. Neben dem Klassiker, der „Finnischen Sauna”, gibt es zahlreiche Varianten wie beispielsweise das Dampfbad oder die Biosauna. Regelmäßiges Saunieren soll vor allem gegen Erkältungskrankheiten abhärten. In einigen Fällen – wie beispielsweise einer Störung des vegetativen Nervensystems – wird der Saunagang auch als therapeutische Anwendung genutzt.
Während des Schwitzens in der Sauna erhöht sich die Körpertemperatur auf bis zu 39 Grad Celsius. Dieses künstliche Fieber hat dieselbe Wirkung wie echtes Fieber – es zerstört Krankheitserreger durch die hohe Temperatur. Das anschließende Kaltbad entspannt die Muskulatur, senkt den Blutdruck und regt Kreislauf, Stoffwechsel und Immunsystem an. Damit erreicht das Saunieren nicht zuletzt auch eine angenehme Wirkung auf das allgemeine Wohlbefinden.
Vor dem Saunagang wird aus hygienischen Gründen geduscht. Um das Schwitzen nicht zu verzögern sollte man allerdings vor Betreten der Sauna wieder vollständig trocken sein. Dem Aufguss-Wasser werden häufig ätherische Öle beigefügt, die zusätzlich eine Wirkung im Sinne der Aroma-Therapie entfalten. Die Luftfeuchtigkeit ist in der Aufguss-Sauna mit 2-5 Prozent relativ niedrig. Mehr Luftfeuchtigkeit wird in der Dampfsauna oder in den unterschiedlichen Formen des Dampfbads erreicht. Bekannt sind unter anderem das römische Dampfbad (Caldarium), das türkische (Hamam) oder auch das irische Dampfbad.
Der Saunagang vereint körperliches Wohlbefinden mit gesundheitsfördernder Wirkung. Da das Saunieren nicht mit körperlicher Bewegung verbunden ist, empfiehlt sich die Kombination mit regelmäßigen sportlichen Aktivitäten. Beliebt ist hier beispielsweise das Schwimmen, da viele Schwimmbäder einen eigenen Saunabereich verfügen.