Das Gehen – wenn auch olympische Disziplin – ist längst aus der Mode geraten. Heute wird „gewalkt”. Und „Walking” ist in der Tat mehr als der englische Begriff für das Gehen. Es meint in erster Linie die Trendsportart „Nordic Walking”, bei der zusätzlich zum Gehen zwei Stöcke zum Einsatz kommen. Durch diese Stöcke, die den Rhythmus der Schritte unterstützen sollen, werden auch die Arme trainiert.
Nordic Walking hat im Gegensatz zum Joggen den Vorteil, dass es die Gelenke des unteren Bewegungsapparates (vor allem die Knie) schont. Als Ausdauersport wirkt das Gehen positiv auf das Herz-Kreislauf-System. Dass Nordic Walking so viele Neueinsteiger verzeichnet mag unter anderem daran liegen, dass es sich es für untrainierte Menschen ebenso eignet wie für ambitionierte Sportler.
Der Bewegungsablauf ist zyklisch, das heißt, der rechte Stock berührt den Boden, wenn die linke Ferse aufgesetzt wird und umgekehrt. Der Stock wird dabei schräg nach hinten eingesetzt. Nordic-Walking-Stöcke bestehen aus leichtem Aluminium oder Carbon. Ferner braucht man zur Ausrüstung spezielle Walking-Schuhe, die ein besonders leichtes Abrollen der Fußsohle ermöglichen.
Die richtige Technik des Nordic-Walking kann heute vielerorts in Kursen erlernt werden. Hat man die Technik dann verinnerlicht, ist regelmäßiges Walking durchaus im Alleingang bzw. privat möglich.